Tennisprofi Struff schlägt Fritz und feiert seinen ersten Turniersieg

Jan-Lennard Struff feiert beim ATP-Turnier in München den größten Erfolg seiner Karriere. Der 33-Jährige besiegte im Finale den Amerikaner Taylor Fritz. Ähnlich wie bei seinem sensationellen Sieg im Halbfinale gegen Holger Rune war der erste Satz umkämpft. Im zweiten Satz setzte sich der gebürtige Warsteiner schließlich durch und holte sich im dritten Anlauf seinen ersten ATP-Titel. Nach 1:19 Stunden stand es 7:5, 6:3 auf der Anzeigetafel. „Absolut verrückt, es fühlt sich sehr gut an“, sagte der Gewinner von München 2024 im BR24Sport-Interview. „Diesen Sieg vor deutschen Fans zu gewinnen, bedeutet mir sehr viel. Es war emotional ein sehr, sehr wichtiger Sieg für mich.“

Umkämpfter erster Satz

Das Finale unter den Augen von FC-Bayern-Profi Thomas Müller und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder begann für Struff gut, da er Fritz gleich im ersten Spiel den Aufschlag abnahm. Doch der US-Amerikaner konterte sofort und holte sich das Rebreak. Beim Stand von 3:3 hatte Struff drei Breakbälle, schaffte aber dennoch den 40:0-Endstand. Das Match blieb hochklassig und Struff stellte beim Aumeister seine hervorragende Form unter Beweis.

Beim Stand von 4:5 wehrte er drei Satzbälle ab und konterte dann mit dem Break zum 6:5. Und der erste von drei Satzbällen war genau da. Fritz konnte Struffs Aufschlag nicht mehr erwidern und der Deutsche gewann den ersten Satz nach 44 Minuten mit 7:5. „Vielleicht brauchte ich diesen kleinen Kick. Es war hart, diese Satzbälle abzuwehren, und dann habe ich etwas freier gespielt“, analysierte Struff nach dem Spiel.

Wieder starker Regen

Und auch der zweite Satz sollte wie der erste beginnen: mit einem Break von Struff. Der 33-Jährige überzeugte mit gefährlichen Aufschlägen und harten Schlägen an der Grundlinie und ging mit 2:0 in Führung. Auf dem Center Court des MTTC Iphitos wurde der Regen immer stärker, aber Schiedsrichter Fergus Murphy ließ das Spiel weiterlaufen. Dies kam Struff besonders in die Karten, da er Fritz nicht ins Spiel kommen ließ.

Die Welle der Euphorie trug den ehemaligen Bundesligaspieler vom TC Großhesselohe durch die Partie. Am Vortag hatte er bereits sein Viertelfinale beendet, demütigte im Halbfinale Holger Rune und spielte sich auch im Doppel ins Finale. „Der Platz war am Ende schwer zu bespielen. Es war etwas rutschig. Aber die Bedingungen waren die ganze Woche über schwierig“, sagte Struff nach seinem Turniersieg.

Doppelbreak entscheidet für Struff über das Finale

Ein Beispiel für den Lauf: Beim Stand von 4:2 erkämpfte er sich mit einem Netzroller zwei Breakbälle. Diesen konnte der Weltranglisten-15. abwehren, Struff nahm ihm am Ende aber dennoch den Aufschlag ab. Der Finalist von Madrid 2023 steuerte mit zwei Breaks und einer 5:2-Führung dem Titel entgegen. Doch Fritz gab noch nicht auf und holte sich im Gegenzug das Re-Break. Jan-Lennard Struff, der bereits 2021 bei Aumeister im Finale stand und gegen Nikolos Bassischwili verlor, ließ sich seinen größten Karriereerfolg nicht entgehen und siegte nach einer Stunde und 19 Minuten.

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