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Paderborn dreht das Spiel: Kaiserslautern rutscht ins Tabellenende ab

Stand: 10. Februar 2024 23:42 Uhr

Pokal-Halbfinalist 1. FC Kaiserslautern hat im Abstiegskampf der 2. Bundesliga gegen den SC Paderborn einen herben Rückschlag erlitten.

Die „Red Devils“ verloren am Samstagabend (10. Februar 2024) 1:2 (1:0) gegen den SCP. Jan Elvedi (3. Minute) brachte den FCK früh in Führung, David Kinsombi (65.) glich per Handelfmeter laut Videobeweis aus, Visar Musliu (72.) erzielte den Siegtreffer für den SCP.

Lautern bleibt in akuter Abstiegsgefahr und könnte bei einem Sieg in Osnabrück sogar von Hansa Rostock auf einen direkten Abstiegsplatz geschickt werden. Mit dem Sieg nährte Paderborn seine leisen Aufstiegshoffnungen.

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Lauterns Trainer Dimitrios Grammozis sagte nach dem Spiel zur Sportschau: „Sehr ärgerlich, weil ich denke, dass wir vor allem in der ersten Halbzeit ein tolles Spiel gegen einen sehr guten Gegner gespielt haben. Ich finde es schade für die Spieler, weil sie meiner Meinung nach heute alles gegeben haben. Wir haben einfach verloren.“ In der zweiten Halbzeit waren die Umschaltmomente nicht mehr dieselben.“

Sein Paderborner Kollege Lukasz Kwaśniok beschrieb die Rede in der Pause am Mikrofon der Sportschau wie folgt: „Wir haben den Jungs gesagt, dass es auf einen gewissen Willen ankommt, Zweikämpfe zu gewinnen. In der ersten Halbzeit waren wir nicht gut, in der zweiten Halbzeit haben wir es einfach besser gemacht.“ Sei es „Irgendwo glücklich, aber nicht ganz unverdient“ 2:1 gewonnen haben.

Lautern mit Blitzstart

Die erste Halbzeit war für Paderborn eine zum Vergessen. Mit ihrer ersten Chance gingen die „Red Devils“ bereits in der dritten Minute in Führung. Eine Ecke von Tymoteusz Puchacz Elvedi köpfte aus vier Metern ins Tor. Und der FCK blieb dabei. Ein Tor von Kollege Ragnar Ache fünf Minuten später wurde zu Recht wegen Abseits nicht anerkannt. Kurz darauf wurde geschossen Puchacz nach einem üblen Patzer von David Kinsombi aus kurzer Distanz neben das Tor.

Auf der anderen Seite vergab Musliu (13.) eine gute Chance zum Ausgleich, doch er köpfte aus zehn Metern am Tor vorbei. Paderborn hatte körperlich wenig Spielraum; Abgesehen von der oben erwähnten Chance ging in der ersten Halbzeit fast nichts nach vorne. Dann wurde das Spiel zweimal kurzzeitig unterbrochen Fans aus Protest gegen die geplanten Investorenhandeln Die DFL hatte erneut Gegenstände auf den Rasen geworfen.

Elfmeter für den FCK zurückgenommen

Erst in der 40. Minute wurde es wieder spannend. Puchacz kam vom SCP, der aus dem Tor stürmteHüter Pelle Boevink Offenbar mit dem Fuß zu Fall gebracht, entschied Schiedsrichter Martin Petersen zunächst auf Strafstoß. Die Überprüfung der Videobilder ergab jedoch, dass das Geschehen außerhalb des Strafraums stattfand. Boevink hatte den Ball zuerst gespielt und versucht, sein Bein zu beugen. Konsequenz: kein Elfmeter und keine Rote Karte gegen Boevink wegen einer Notbremse.

Verzögerter Neustart aufgrund von Fanprotesten

Nachdem die erste Halbzeit an Paderborn vorbei war, stellte sich die Frage, ob Team vom Trainer Kwaśniok Zunächst ohne personelle Veränderungen dürfte der FCK in der zweiten Halbzeit für mehr Ärger sorgen. Zunächst mussten Gegenstände vom Spielfeld eingesammelt werden, bevor das Spiel, wenn auch etwas verspätet, beginnen konnte.

Paderborn ging nun deutlich zielstrebiger voran und übernahm die Zügel des Geschehens. Lautern setzte auf Gegenpressing und Konter. Doch echte Chancen konnte sich der SCP zunächst nicht erspielen; Den Offensivaktionen mangelte es an Präzision und ultimativer Konstanz.

Elfmeter für Paderborn laut Videobeweis

Doch dann blockte Boris Tomiak mit ausgestrecktem Arm einen Schuss von Ilyas Ansah im Strafraum – nach Sichtung der Videobilder entschied der Schiedsrichter dieses Mal auf Elfmeter, den Kinsombi souverän verwandelte, auch wenn FCK-Torwart Julian Krahl die Ecke vermutete.

Nun wurden die Karten neu gemischt und der Treffer begeisterte die Paderborner. Sechs Minuten nach dem Ausgleich legte Musliu nach und köpfte einen von Kai Klefisch verlängerten Eckball zur Ostwestfalen-Führung. Die Pfälzer waren geschockt und mussten Kritik einstecken, weil sie nach dem 1:0-Sieg nicht konsequenter daran arbeiteten, den Vorsprung auszubauen.

Und so geschah es, wie so oft in solchen Situationen. Psychologisch demoralisiert hatte die Mannschaft von Grammozis nicht mehr die Energie, auf dem Platz zurückzukommen. Am Ende gab es eine bittere Niederlage für den FCKFans mit einem wütenden Pfeifkonzert quittiert.

Kaiserslautern spielt nun am Sonntag (18.02.2024, 13:30 Uhr) beim 1. FC Nürnberg. Paderborn empfing am Vortag um 13 Uhr Holstein Kiel

Adelbert

Hallo, ich bin Adelbert. Ich bin Nachrichtenautorin und es liegt mir am Herzen, wichtige Geschichten zum Leben zu erwecken. Ich schreibe nun schon seit Jahren und liebe die Herausforderung, die richtigen Worte zu finden, um eine Geschichte auf interessante Weise zu erzählen. Meine Lieblingsthemen sind Politik und aktuelle Ereignisse, und ich bemühe mich, den Lesern genaue Informationen zu liefern, die ihnen helfen können, fundierte Entscheidungen zu treffen. Wenn ich nicht schreibe, genieße ich es, neue Orte zu erkunden und neue Leute kennenzulernen.
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